Niederhorn
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Wir schaffen es wieder einmal, zwei Tage lang gemeinsam herumzustreifen. Obwohl starke Gewitter angesagt sind während dieses Hitzesommers 2026, halten wir an unserer Fototour fest und erspähen am Donnerstagabend sogar noch ein paar junge Steinböcke. Wir sind oben auf der Krete, wo die Aussicht auf steile Berghänge, Felsen, den smaragdblauen Thunersee sowie die erhabenen 4000er Eiger, Mönch und Jungfrau unseren Atem stocken lässt.
Und dann rumpelt es. Einmal, zweimal, dreimal. Die Wolken werden bedrohlich dunkel und am westlichen Horizont färbt sich der Himmel schwarz-orange. Wir packen vorsichtshalber unsere Siebensachen und positionieren uns unter dem schützenden Dach unserer Unterkunft (wo am Vortag der Blitz eingeschlagen und alles stillgelegt hat).
Wie ging das noch gleich mit der Blitzfotografie? Lange belichten und hoffen, dass der Blitz unsere Sensoren streift. Irene hat es geschafft, Conny und Karin hatten leider kein Glück. Na ja, neuer Tag, neue Chance. Irgendwann wird uns das Glück hold sein.
Um 21.30 Uhr ruft bereits das Bett, weil das Hotel dichtmacht und die dichten, grauen Wolken keine Sternenfotografie zulässt.
Morgens um 5 Uhr streckt Conny ihr hübsches Näschen aus dem Fenster, zählt die Regentropfen – plup, plup, plup – und beschliesst, die anderen weiterschlafen zu lassen. Eine Stunde später das gleiche Spiel noch einmal – und dann heisst uns überraschenderweise der erste Sonnenstrahl willkommen. Nichts wie rein in die Kleider, die Kamera unter den Arm und mit Stechschritt raus an die frische Luft! Herrlich ist diese goldene Morgenstunde, so ganz allein auf dem Niederhorn!